Gelesen:
Bodo Kirchhoff
„Die Liebe in groben Zügen“

Für dieses Buch habe ich ein halbes Jahr gebraucht. Man kann es nicht schnell durchlesen – ICH kann es nicht. Ich habe mich gefragt, ob es plausibel ist, dass Vila den Mann, in den sie sich verliebt hat, monatelang nicht sieht und ihre Liebe dennoch nicht erlahmt, sie dennoch nicht das Interesse verliert. Ich finde es NICHT plausibel. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Liebe haltbar ist, wenn man sich kaum sieht. Ich weiß, man fängt an, zu vergessen … die Halbwertszeit verkürzt sich …

Der Roman ist toll geschrieben, tolle Sprache, besondere Sprache, an manchen Stellen ist es mir zu viel. Irgendwann blättert man vor, man will wissen, wie es weitergeht mit Vila und Bühl. Es passiert recht wenig. Und mit dem Schluss kann ich, wie bei so vielen eigentlich guten Romanen, nicht wirklich etwas anfangen: Kein Happy end und auch nichts anderes.

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